Der Hofrat sitzt am Bett.

3 „Wie geht’s ihr denn?“ fragt der Vater flüsternd.

4 „Nicht gut“, antwortet der Hofrat. „Aber Sie können ruhig laut reden. Ich hab ihr eine Spritze gegeben.“

5 Lottchen liegt hochrot und schwer atmend in den Kissen. Sie hat das Gesicht schmerzlich verzogen, als tue ihr der künstliche Schlaf, zu dem sie der alte Arzt gezwungen hat, sehr weh.

6 „Masern?“

7 „Keine Spur“, brummt der Hofrat.

8 Die Resi kommt ins Zimmer und schnüffelt Tränen hinunter.

9 „Nun nehmen Sie schon endlich den Hut ab!“ sagt der Kapellmeister nervös.

10 „Ach ja, gewiss! Entschuldigen S’!“ Sie setzt den Hut Der Hofrat sitzt am Bett. ab und behält ihn in der Hand.

11 Der Hofrat schaut die beiden fragend an. „Das Kind macht offenbar eine schwere seelische Krise durch“, meint er. „Wissen Sie davon? Nein? Haben Sie wenigstens eine Vermutung?“

12 Resi sagt: „Ich weiß freilich nicht, ob’s damit etwas zu schaffen hat, aber … Heut Nachmittag ist sie ausgegangen. Weil sie wen sprechen müsst’! Und eh sie ging, hat sie g’fragt, wie sie am besten zur Kobenzallee käme.“

13 „Zur Kobenzallee?“ fragt der Hofrat und schaut zu dem Kapellmeister zu.

14 Palfy geht rasch nach nebenan und telefoniert. „War Luise heute Nachmittag bei dir Der Hofrat sitzt am Bett.?“

15 „Ja“, sagt eine weibliche Stimme. „Aber wieso erzählt sie dir das?“

16 Er gibt keine Antwort, sondern fragt weiter:

17 „Und was wollte sie?“

18 Fräulein Gerlach lacht ärgerlich. „Das lass dir nur auch von ihr erzählen!“

19 „Antworte bitte!“

20 Ein Glück, dass sie sein Gesicht nicht sehen kann!

21 „Wenn man’s genau nimmt, kam sie, um mir zu verbieten, deine Frau zu werden!“ erwidert sie gereizt.

22 Er murmelt etwas und legt den Hörer auf.

23 „Was fehlt ihr denn?“ fragt Fräulein Gerlach. Dann merkt sie, dass das Gespräch getrennt ist. „So ein kleines Biest“, sagt sie halblaut Der Hofrat sitzt am Bett.. „Kämpft mit allen Mitteln! Legt sich hin und spielt krank!“

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Endlich ist die Oper aus!

Keine Spur!

Wissen Sie davon? Nein? Haben Sie wenigstens eine Vermutung?

Was fehlt Ihnen?

1 Der Hofrat verabschiedet sich (прощается) und gibt noch einige Anweisungen (указания; weisen - указывать). Der Kapellmeister hält ihn an der Tür zurück (удерживает). „Was fehlt dem Kind?“

2 „Nervenfieber. - Ich komme morgen in der Früh wieder vorbei. Gute Nacht wünsch ich.“

3 Der Kapellmeister geht ins Kinderzimmer, setzt sich neben das Bett und sagt zu Resi: „Ich brauche Sie nicht mehr. Schlafen Sie gut!“

4 „Aber Der Hofrat sitzt am Bett. es ist doch besser …“

5 Er schaut sie an (смотрит на нее).

6 Sie geht. Sie hat den Hut noch immer in der Hand.

7 Er streichelt das kleine heiße Gesicht. Das Kind erschrickt im Fieberschlaf und wirft sich wild zur Seite.

8 Der Vater sieht sich im Zimmer um. Der Schulranzen liegt fertig gepackt auf dem Pultsitz. Daneben hockt Christl, die Puppe.

9 Er steht leise auf, holt die Puppe, löscht das Licht aus (выключает, гасит: auslöschen) und setzt sich wieder ans Bett.

10 Nun sitzt er im Dunkeln und streichelt die Puppe, als wäre sie das Kind. Ein Der Hofrat sitzt am Bett. Kind, das vor seiner Hand nicht erschrickt.

1 Der Hofrat verabschiedet sich und gibt noch einige Anweisungen. Der Kapellmeister hält ihn an der Tür zurück. „Was fehlt dem Kind?“

2 „Nervenfieber. - Ich komme morgen in der Früh wieder vorbei. Gute Nacht wünsch ich.“

3 Der Kapellmeister geht ins Kinderzimmer, setzt sich neben das Bett und sagt zu Resi: „Ich brauche Sie nicht mehr. Schlafen Sie gut!“

4 „Aber es ist doch besser …“


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